Berichte 2012

Geopark lässt sich erwandern und erfahren

 

Partnerschaftsvertrag in Bad Muskau unterzeichnet / Eine Million Euro Fördermittel für die Entwicklung

 

Die touristische Saison im Unesco-Geopark Muskauer Faltenbogen ist am Sonnabend offiziell eröffnet worden. Welcher Ort kann passender dafür sein als das Unesco-Weltkulturerbe? So trafen sich die Protagonisten im Neuen Schloss im Fürst-Pückler-Park, unterzeichneten einen deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrag und tauschten Informationen über Vorhaben in diesem Jahr aus.

Ohne Unterschriften kein Partnerschaftsvertrag, ohne Partnerschaftsvertrag keine EU-Fördermittel. Dem Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), Geopark-Vereinsvorsitzenden Manfred Kupetz und Janusz Beger vom polnischen Förderverein war es eine Freude, ihren Namenszug auf die Papiere zu bringen. Jan Bieniasz, Bürgermeister in Leknitza, ist noch gefordert. In wenigen Tagen soll in Zielona Gora der Fördermittelbescheid über eine Million Euro – Geld aus dem EU-Topf Interreg 4a – ausgehändigt werden. Dann kann es losgehen, so Uwe Eppinger vom Amt Döbern-Land. Dafür fließt Geld: Karten für das Geopark-Gebiet im Länderdreieck Brandenburg-Sachsen-Polen; Schilder mit dem hufeisenförmigen Logo, die dem Geopark-Verlauf ähneln, an allen wichtigen Einflugschneisen wie Autobahnabfahrten, Bundesstraßen oder Oder-Neiße-Radweg im Brandenburgischen (Standortestehen bereits fest,) im Sächsischen und Polnischen; Tourismusinformation in Jerischke; Personalkosten für drei Mitarbeiter. Deren Aufgabe wird es sein, vorhandene und neue touristische Angebote zu bündeln, Ansprechpartner für Besucher zu sein – sprachengewandt und geologisch besattelt.

Schon seit Jahren setzen sich sowohl im Brandenburgischen als auch im Sächsischen Mitstreiter ein, um den Muskauer Faltenbogen für Touristen erlebbar zu machen. Zu Fuß, per Rad oder Kleinbahn. Elf ausgebildete Geoparkführer stehen bereit, um zu erkunden, was die Eiszeit vor Tausenden von Jahren schuf.

Jürgen Siegemund ist einer von ihnen. Auf fünf verschiedenen Routen ist der Gablenzer unterwegs: Drachenberge im Eiszeitdorf Krauschwitz, Altbergbaugebiet zwischen Weißwasser und Kromlau, Neißeland bis zu den Lachbergen bei Pussack, Alaunbergwerk im Muskauer Park und Grube Babina auf polnischer Seite. Eine neue soll von der früheren Grube Sophie bei Groß Düben zum Reuthener Schloss führen. Zu den neuen Angeboten gehören Exkursionen mit Jürgen Göhler, Tiefbaumeister und Hobby-Geologe sowie Mineraloge. "Die dreistündigen Wanderungen sind physisch etwas anspruchsvoller, weil quer zum Profil der Drachenberge gelaufen wird", kündigte Nancy Sauer vom Vorstand des Geopark-Fördervereins an. Sie hat sich auf Wanderungen mit Kita- und Schulgruppen spezialisiert.

Frühlingserwachen im Neuen Schloß in Bad Muskau Foto: Heiko Lichnok

Wer den Muskauer Faltenbogen per Zug erkunden will, kann auch das – mit der Ziegeleibahn Klein Kölzig und Waldeisenbahn Muskau. Letztere erschließt dampfend von Weißwasser aus einen Teil des Geoparkes. 2011 mit rund 43 000 Fahrgästen. Neben dem normalen Saisonfahrplan warten 2012 auf internationale Bahnfans mehrere Veranstaltungen, kündigte Chef Heiko Lichnok an. "Wir erwarten am 28./29. April mehr als 60 Fotografen, darunter aus England, die ganz verrückt nach unseren authentischen Zügen aus den 60er- und 70er-Jahren sind."

Seit Monaten laufen bereits die Vorbereitungen auf die gemeinsamen Geoparktage am 19. und 20. Mai – künftig immer am Wochenende nach Himmelfahrt – an beiden Bahn-Standorten. Die Besucher können zwischen Bahnfahrten, Rad-Touren und Wanderangeboten wählen. Eine davon übernimmt der polnische Förderverein zur Grube Babina. Dieses Altbergbaugebiet soll in diesem Jahr unter Regie der staatlichen Oberförsterei Lipinki touristisch mit einem etwa vier Kilometer Geopfad östlich von Leknitza und kilometerlangen Zugangswegen erschlossen werden. Aussichtspunkte wie am Steilufer einer Tongrube entstehen. Um das Bergbaugewässer "Afrika" entsteht ein Rundweg, berichtete Marek Maciantowicz von der Forst-Regionaldiretion.

Gabi Nitsche (Lausitzer Rundschau) Montag, 16. April 2012


Saisoneröffnung des UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen im Neuen Schloß in Bad Muskau
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Eröffnung der Ausstellung „Fröhliche Eiszeit“ im Cottbuser Einkaufszentrum LausitzPark

 


In Cottbus kann man bis zum 18. Februar Elfenbeinschnitzern bei der Arbeit zuschauen, lebendsgroße Nachbildungen von Mammut und Wollnashorn bestaunen, fossile Knochen mal berühren, mit Feuersteinen Holz bearbeiten und den Muskauer Faltenbogen im 3D Modell sehen. Zur Ausstellungseröffnung ware drei Vertreter des Geoparks dabei. Manfred Kupetz, Lutz Marko und Julia Rösel konnten den ersten Besuchern und den Pressevertretern Wissen über die „Geologie vor unserer Haustür“ vermitteln und auf die Geoparkveranstaltungen aufmerksam machen.. Am 12. Februar zum veraufsoffenen Sonntag wird auch der Geopark vertreten sein.



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 22. Januar 2012

Eiszeitdorf Krauschwitz im Geopark - 2. Schneetreiben 

 

Alles war da: viele gut gelaunte Gäste, lustige Angebote zum Mitmachen, Windkanter als Andenken, frischer Kuchen, heiße Bratwurtst, Presseleute und sogar Schnee!Für letzteren brauchte es in diesem Jahr etwas mehr Aufwand, der sich für die rodelfreudigen Besucher des gelungenen Festes lohnte. Der Schnee kam extra aus Weißwasser angefahren. Vom Himmel hingegen kam obendrein auch noch Regen, dem fast 20 Wandergäste auf dem Weg zu den Drachenbergen trotzen. Der Natur- und Landschaftsführer Herr Siegemund hatte zur Geoparktour eingeladen.

Die Aktivisten der sächsischen Erlebnisdorinitiative „Eiszeitdorf Krauschwitz“ freuten sich über den großen Anklang der Veranstaltung. Als fester Programmpunkt wird auch im kommenden Jahr am dritten Januarsonntag das „Schneetreiben“ inzwischen schon zum dritten Mal stattfinden.

 


Foto: Mader/LR

Geoparkführer Jürgen Siegemund auf dem Weg zu den Drachenbergen

Schnee von derKunsteisbahn in Weißwasser brachte Rodel- und Schneeschuhspass
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13. bis 15. Januar 2012

REISEN, FREIZEIT, CARAVAN, BOOT - Messe Cottbus

Am vergangenen Wochenende fand in den Hallen der Cottbuser Messe die größte Touristikmesse des Bundeslandes Brandenburg statt. Am Stand des Naturwissenschaftlichen Vereins der Niederlausitz e.V. war an allen drei Messetagen unser Fördervereinsmitglied und Geologe Frank Mädler für den Geopark Muskauer Faltenbogen präsent. Der Geoparkstand wurde gut besucht und hatte viele Interessenten zum Muskauer Faltenbogen an sich und zum GeoPark. Durch den Kontakt zum Kunden gab es verschiedene Anfragen zu Exkursion, über geführte Radtouren bis hin zu Tagesprogrammen, was man im Geopark alles erleben kann.

 

Fotoautor:  P. Pöschk


Herr Mädler informiert am Messestand des FV Kulturlandschaft Niederlausitz eine Familie über Gesteine, den MFB und andere geologische und kulturelle Highlights der Niederlausitz

Fachgespräch mit Herrn Brzezinski aus Zary (Polen) über den Muskauer Faltenbogen