Geopark-Aktivitäten im Jahr 2012


offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Herr Mönch, Herrn Arnold (Vattenfall)

Erster sächsischer Geopfad eröffnet

Am 27. Oktober 2012 wurde auch im sächsischen Teil des Geoparkes Muskauer Faltenbogen ein kleiner aber feiner Geopfad eingeweiht. Der Pfad über die Drachenberge entstand auf Initiative der Arbeitsgruppe Eiszeitdorf Krauschwitz und führt auf rund 3,6 km durch eine weitgehend ursprüngliche Gieserlandschaft.

Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Parkplatz am Gasthof "Zur Linde" in Krauschwitz-West. Physisch etwas anspruchsvoller gestaltet sich der nördliche Abschnitt des Geopfades, da der Wanderer hier die Gieserlandschaft quert. Im südlichen Abschnitt wird er dafür mit einem wunderbaren Blick in die Altbergbaulandschaft belohnt, in der sich zahlreiche Pingen - Einsturztrichter über dem untertägigen Bergbau - harmonisch in die bestehende Waldlandschhaft einfügen. Mit 162,5 m ist der Drachenberg die höchste Erhebung der Tour und lädt zum Einschreiben in das Gipfelbuch ein.

Die Eröffnung erfolgte in Anwesenheit von Vertretern Vattenfalls und der Sparkasse, die die Eiszeitdörfler bei der Umsetzung ihrer engagierten Pläne finanziell unterstützten. Dafür und für das Engagement der Initiatoren und Beteiligten vor Ort vielen Dank!

Mehr Informationen zur Tour unter www.eiszeitdorf.de > Geopark > Geopfade


Einweihung der Tafel zum Geopfad Drachenberge
Foto: Andreas Trepzik

der Lebuser Marschall Marcin Jablonski bei der Eröffnung des Geopfades

Eröffnung des geotouristischen Pfades „Alte Grube Babina“

Der UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen kann seit dem 23. Oktober 2012 mit einem weiteren geotouristischen Highlight aufwarten. Auf insgesamt über 5 km Gesamtlänge kann der interessierte Besucher nun auch auf der polnischen Seite des Geoparkes Geologie pur erleben, die Bergbaugeschichte der Region anhand der gut aufbereiteten wegbegleitenden Tafeln nachvollziehen oder einfach nur die spektakuläre Natur genießen. Das Areal der Braunkohlegrube Babina, welche Ende der 70er Jahre außer Betrieb genommen wurde, stellte zunächst jahrzehntelang eher ein Risiko für die Bewohner der Stadt Leknica dar. Die fehlende Nachnutzung erlaubte es jedoch der Natur, sich ungestört zu erholen und sukzessive Lebensräume für Flora und Fauna zurückzuerobern. All dies kommt nun den Bürgern und ihren Gästen zugute, denen sich hier das Leben nach dem Bergbau auf besonders eindrucksvolle Weise erschließt.

Die Baumaßnahme wurde mit rd. 800.000EUR aus dem polnisch-sächsischen ZIEL3-Programm verwirklicht. Leadpartner ist das polnische Forstamt mit Sitz in Lipinki, dessen Mitarbeiter das Projekt vor Ort engagiert begleiteten. Fachliche Unterstützung erhielten sie von der Stadt Leknica und vom polnischen und deutschen Förderverein Geopark Muskauer Faltenbogen. Begleitend dazu erfolgte bereits eine Geoparkführerschulung mit deutschen und polnischen Teilnehmern und die Erstellung umfangreichen zweisprachigen Informationsmaterials. Der erste Pfad im polnischen Teil des Geoparkes wurde nach der Eröffnungskonferenz am Eingangstor 2 mittels eines Festaktes übergeben. Anwesend waren von polnischer Seite der Lebuser Marschall, Marcin Jablonksi, die Bürgermeister aus Zary, Trzebiel und Leknica, der Forst und der polnische Förderverein sowie von deutscher Seite die Bürgermeister aus Weißwasser, Bad Muskau und Krauschwitz, der Förderverein mit dem Vorsitzenden Dr. Manfred Kupetz und das Geoparkbüroteam.

Führungen durch die Alte Grube Babina können Sie unter "Kontakt" oder info@muskauer-faltenbogen.de anfragen

Download der Karte: Babina_geotouristische_karte.jpg (664 KB)


interessierte Blicke: Prof. Dr. Rolf Kuhn, Mitarbeiterinnen des Geoparkbüros, Mitarbeiter des Forstamtes und Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser

die "geistigen Väter" des Geoparkes Jacek Kożma (PL) und Dr. Manfred Kupetz (D)

Geoparkführerschulung zur „Alten Grube Babina“

Am 22. und 23. Oktober 2012 fand in Łęknica eine weitere gemeinsame Schulung für polnische und deutsche Geoparkführer statt. Träger der Maßnahme war das polnische Forstamt mit Sitz in Lipinki. Die Schulung ist Bestandteil des Projektes „Gemeinsame MarkeGeopark Muskauer Faltenbogen – auf dem Weg zur UNESCO“. Etwa 15 polnische und zehn deutsche Teilnehmer folgten interessiert den Ausführungen des polnischen Geologen Jacek Kożma, der die geologischen Besonderheiten und die Bergbaugeschichte der Alten Grube Babina erläuterte. Dem theoretischen schloss sich am Dienstag der praktische Teil an. In einem mehrstündigen Marsch lernte die gemischte Gruppe alle Stationen des geotouristischen Pfades ausführlich kennen, so dass nun jeder einzelne Teilnehmer seine Kenntnisse den Gästen vermitteln kann. Anfragen und Buchungen unter „Kontakt“ oder an info@muskauer-faltenbogen.de


praktische Ausbildung zur Alten Grube Babina mit Jacek Kożma

MdB Wolfgang Neskovic zu Besuch im Geopark Muskauer Faltenbogen

Am 19. September 2012 weilte Herr Wolfgang Neskovic, MdB für die Partei DIE LINKE, in der Region. Auf einer Rundreise durch den Geopark vermittelten ihm Amtsdirektor Günter Quander, Fachbereichsleiter Uwe Eppinger und die Leiterin der Geschäftsstelle des Geoparkes, Nancy Sauer, interessante Einblicke in die Rohstoff- und Industriegeschichte der Region und sprachen über die Bedeutung des Geoparkes und seine Perspektiven für die Menschen vor Ort. Dabei wurden dem Lausitzer Bundestagsabgeordneten wichtige touristische Anlaufpunkte wie der Aussichtsturm am Felixsee, die Ziegelei in Klein Kölzig und das im Abschluss befindliche Ziel 3-Projekt "Geopfad Grube Babina" vorgestellt. Im abschließenden Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser, Torsten Pötzsch, fand auch das Projekt IGA 2027 viel Anklang bei Wolfgang Neskovic und seinem Team:

"Der Geopark Muskauer Faltenbogen ist mit seinem grenzübergreifenden Charakter eine kluge Perspektive für die Region. Das brandenburgisch-sächsisch-polnische Projekt verdient die Unterstützung der Landes- und Bundespolitik. Auch im Hinblick auf die schrittweise auslaufende Braunkohlenutzung kann sie ein Schritt zur Entwicklung neuer Perspektiven für den Raum um Döbern und Weiwasser sein. Bei meinem Besuch am Mittwoch konnte ich mich von der Kompetenz und dem Engagement der Akteure berzeugen. Die Politik sollte Rechtsstatus und Zuständigkeiten für Geoparks klären, damit die Arbeit vor Ort effektiv unterstützt werden kann.

Ich begrüße auch die Idee einer Internationalen Gartenbauausstellung im Jahr 2027. Sie sollte allerdings Bezüge zum geplanten Braunkohlentagebau Nochten 2 vermeiden. Mit Braunkohleverstromung kann man kein positives Image für die Region aufbauen, erst recht nicht mehr in fünfzehn Jahren. Für die touristische Erschließung darf der Tagebausee nicht erst in fünfzig Jahren entstehen und muss gewachsene, sicher nutzbare Ufer aufweisen. Die Fortsetzung des Bergbaus nach dem Entwurf des Braunkohlenplanes würde das verhindern."

(aus der Pressemitteilung vom 20.09.2012)


MdB Neskovic auf dem Aussichtsturm am Felixsee mit dem Amtsdirektor Günter Quander und dem Bauamtsleiter Uwe Eppinger

Neskovic im Gespräch mit Quander und Eppinger vom Amt Döbern-Land, Alte Ziegelei Klein Kölzig
Studienbesuch aus Estland

Am 24. April 2012 besuchte eine Studiengruppe aus Estland den Geopark. 40 Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter aus Südestland hatten sich angemeldet, um auf ihrer Weiterbildungsreise durch Deutschland, Tschechien und Österreich auch das Mammut im Kreishaus Forst zu besuchen und sich über den Geopark zu informieren. Es ist ein hübscher Zufall dass der Name Mammut aus dem Estnischen stammt. "maa mutt" bedeutet in dieser Sprache "Erdmaulwurf" und bezeichnet dort das Mammut.

Die Gäste wurden im Auftrage des Landrates von der Leiterin des Kreistagsbüros Frau Kliche begrüßt und über den Landkreis Spree-Neiße informiert.

Das Hauptaugenmerk der Delegation war auf den Geopark gerichtet. Im Mittelpunkt standen Fragen der Geoparkstruktur, seiner Aufgaben, realisierte Projekte und die Finanzierung. Im Weiteren wurde die Bedeutung des Geoparks für die Regionalentwicklung und den Tourismus diskutiert.

Am Ende stand Susi Stoßzahn im Mittelpunkt: Wie lebte sie? Wie starb sie? Wie alt war sie?... Und schließlich die Frage: "Wann kommt die nächste Eiszeit?"

Sichtlich beeindruckt reisten die estnischen Gäste weiter: Ihr nächstes Ziel war der Geopark Böhmisches Paradies in Tschechien.


Herkunft und Fundort des Mammuts werden erläutert

Geopark läßt sich erwandern und erfahren

Partnerschaftsvertrag in Bad Muskau unterzeichnet / Eine Million Euro Fördermittel für die Entwicklung

Die touristische Saison im Unesco-Geopark Muskauer Faltenbogen ist am Sonnabend offiziell eröffnet worden. Welcher Ort kann passender dafür sein als das Unesco-Weltkulturerbe? So trafen sich die Protagonisten im Neuen Schloss im Fürst-Pückler-Park, unterzeichneten einen deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrag und tauschten Informationen über Vorhaben in diesem Jahr aus.

Ohne Unterschriften kein Partnerschaftsvertrag, ohne Partnerschaftsvertrag keine EU-Fördermittel. Dem Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), Geopark-Vereinsvorsitzenden Manfred Kupetz und Janusz Beger vom polnischen Förderverein war es eine Freude, ihren Namenszug auf die Papiere zu bringen. Jan Bieniasz, Bürgermeister in Leknitza, ist noch gefordert. In wenigen Tagen soll in Zielona Gora der Fördermittelbescheid über eine Million Euro – Geld aus dem EU-Topf Interreg 4a – ausgehändigt werden. Dann kann es losgehen, so Uwe Eppinger vom Amt Döbern-Land. Dafür fließt Geld: Karten für das Geopark-Gebiet im Länderdreieck Brandenburg-Sachsen-Polen; Schilder mit dem hufeisenförmigen Logo, die dem Geopark-Verlauf ähneln, an allen wichtigen Einflugschneisen wie Autobahnabfahrten, Bundesstraßen oder Oder-Neiße-Radweg im Brandenburgischen (Standortestehen bereits fest,) im Sächsischen und Polnischen; Tourismusinformation in Jerischke; Personalkosten für drei Mitarbeiter. Deren Aufgabe wird es sein, vorhandene und neue touristische Angebote zu bündeln, Ansprechpartner für Besucher zu sein – sprachengewandt und geologisch besattelt.

Schon seit Jahren setzen sich sowohl im Brandenburgischen als auch im Sächsischen Mitstreiter ein, um den Muskauer Faltenbogen für Touristen erlebbar zu machen. Zu Fuß, per Rad oder Kleinbahn. Elf ausgebildete Geoparkführer stehen bereit, um zu erkunden, was die Eiszeit vor Tausenden von Jahren schuf.

Jürgen Siegemund ist einer von ihnen. Auf fünf verschiedenen Routen ist der Gablenzer unterwegs: Drachenberge im Eiszeitdorf Krauschwitz, Altbergbaugebiet zwischen Weißwasser und Kromlau, Neißeland bis zu den Lachbergen bei Pussack, Alaunbergwerk im Muskauer Park und Grube Babina auf polnischer Seite. Eine neue soll von der früheren Grube Sophie bei Groß Düben zum Reuthener Schloss führen. Zu den neuen Angeboten gehören Exkursionen mit Jürgen Göhler, Tiefbaumeister und Hobby-Geologe sowie Mineraloge. "Die dreistündigen Wanderungen sind physisch etwas anspruchsvoller, weil quer zum Profil der Drachenberge gelaufen wird", kündigte Nancy Sauer vom Vorstand des Geopark-Fördervereins an. Sie hat sich auf Wanderungen mit Kita- und Schulgruppen spezialisiert.

Frühlingserwachen im Neuen Schloß in Bad Muskau Foto: Heiko Lichnok

Wer den Muskauer Faltenbogen per Zug erkunden will, kann auch das – mit der Ziegeleibahn Klein Kölzig und Waldeisenbahn Muskau. Letztere erschließt dampfend von Weißwasser aus einen Teil des Geoparkes. 2011 mit rund 43 000 Fahrgästen. Neben dem normalen Saisonfahrplan warten 2012 auf internationale Bahnfans mehrere Veranstaltungen, kündigte Chef Heiko Lichnok an. "Wir erwarten am 28./29. April mehr als 60 Fotografen, darunter aus England, die ganz verrückt nach unseren authentischen Zügen aus den 60er- und 70er-Jahren sind."

Seit Monaten laufen bereits die Vorbereitungen auf die gemeinsamen Geoparktage am 19. und 20. Mai – künftig immer am Wochenende nach Himmelfahrt – an beiden Bahn-Standorten. Die Besucher können zwischen Bahnfahrten, Rad-Touren und Wanderangeboten wählen. Eine davon übernimmt der polnische Förderverein zur Grube Babina. Dieses Altbergbaugebiet soll in diesem Jahr unter Regie der staatlichen Oberförsterei Lipinki touristisch mit einem etwa vier Kilometer Geopfad östlich von Leknitza und kilometerlangen Zugangswegen erschlossen werden. Aussichtspunkte wie am Steilufer einer Tongrube entstehen. Um das Bergbaugewässer "Afrika" entsteht ein Rundweg, berichtete Marek Maciantowicz von der Forst-Regionaldiretion.

Gabi Nitsche (Lausitzer Rundschau) Montag, 16. April 2012

Eröffnung der Ausstellung „Fröhliche Eiszeit“ im Cottbuser Einkaufszentrum LausitzPark


In Cottbus kann man bis zum 18. Februar Elfenbeinschnitzern bei der Arbeit zuschauen, lebendsgroße Nachbildungen von Mammut und Wollnashorn bestaunen, fossile Knochen mal berühren, mit Feuersteinen Holz bearbeiten und den Muskauer Faltenbogen im 3D Modell sehen. Zur Ausstellungseröffnung ware drei Vertreter des Geoparks dabei. Manfred Kupetz, Lutz Marko und Julia Rösel konnten den ersten Besuchern und den Pressevertretern Wissen über die „Geologie vor unserer Haustür“ vermitteln und auf die Geoparkveranstaltungen aufmerksam machen.. Am 12. Februar zum veraufsoffenen Sonntag wird auch der Geopark vertreten sein.

22. Januar 2012

Eiszeitdorf Krauschwitz im Geopark - 2. Schneetreiben

Alles war da: viele gut gelaunte Gäste, lustige Angebote zum Mitmachen, Windkanter als Andenken, frischer Kuchen, heiße Bratwurtst, Presseleute und sogar Schnee!Für letzteren brauchte es in diesem Jahr etwas mehr Aufwand, der sich für die rodelfreudigen Besucher des gelungenen Festes lohnte. Der Schnee kam extra aus Weißwasser angefahren. Vom Himmel hingegen kam obendrein auch noch Regen, dem fast 20 Wandergäste auf dem Weg zu den Drachenbergen trotzen. Der Natur- und Landschaftsführer Herr Siegemund hatte zur Geoparktour eingeladen.

Die Aktivisten der sächsischen Erlebnisdorinitiative „Eiszeitdorf Krauschwitz“ freuten sich über den großen Anklang der Veranstaltung. Als fester Programmpunkt wird auch im kommenden Jahr am dritten Januarsonntag das „Schneetreiben“ inzwischen schon zum dritten Mal stattfinden.

 

13. bis 15. Januar 2012

Reisen, Freizeit, Caravan, Boot - Messe Cottbus

Am vergangenen Wochenende fand in den Hallen der Cottbuser Messe die größte Touristikmesse des Bundeslandes Brandenburg statt. Am Stand des Naturwissenschaftlichen Vereins der Niederlausitz e.V. war an allen drei Messetagen unser Fördervereinsmitglied und Geologe Frank Mädler für den Geopark Muskauer Faltenbogen präsent. Der Geoparkstand wurde gut besucht und hatte viele Interessenten zum Muskauer Faltenbogen an sich und zum GeoPark. Durch den Kontakt zum Kunden gab es verschiedene Anfragen zu Exkursion, über geführte Radtouren bis hin zu Tagesprogrammen, was man im Geopark alles erleben kann.

 

Fotoautor: P. Pöschk