Intern. Geoparkcamp - Donnerstag 03.07.

Keine Workshops, dafür aber ein tagesfüllendes Besuchs- und Exkursionsprogramm, standen am Donnerstag auf dem Plan. Zunächst gab es einen Programmpunkt für große und kleine Leckermäuler: ein Besuch in der Confiserie Felicitas. Die Inhaber der Confiserie, Goedele Matthyssen und Peter Bienstmann, hatten die Campteilnehmer eingeladen, in ihrer Schokoladenwerkstatt ein süßes Mitbringsel zu basteln. Allein der Duft war berauschend und bei einer Tasse Kakao wurden auch hier wieder alle mit glänzenden Augen tätig, bevor der Schoko-Laden besucht wurde.


Ein weiteres Hochgefühl des Glücks hatten dann einige Teilnehmer nach Ersteigen des Aussichtsturms am Felixsee. Der Blick in die endlose Weite bis ins Bergland und über beinah endloses Grün rund 36m über dem Boden beeindruckte und ließ die bewegte Landschaft des Muskauer Faltenbogens weit unter sich.



Zurück auf der Erdoberfläche ging es in die Alte Ziegelei Klein Kölzig, vor der die Jugendlichen schon vom Klein Kölziger Ziegeleibahnverein e. V. um Herrn Eppinger erwartet wurden. Nach einer Stärkung ging es auf Tour mit der altindustriellen Tonbahn, die in den letzten Jahren liebevoll rekonstruiert worden ist, sowie auf Führung in die Ziegelei selbst. Das große Gebäude mit dem intakten Ringbrandofen wirkte auf die Campteilnehmer faszinierend. Die Erläuterungen der Vereinsmitglieder ließen gleichzeitig die schwere Arbeit der Tonstecher und Ziegeleiarbeiter, der Brenner und Hilfsarbeiter wieder auferstehen. Heute dient die Ziegelei vor allem touristischen Zwecken, erobert sich aber nach und nach auch andere spannende Events wie bspw. Modeschauen.


Nächster Stopp: Weißwasser. Im Rathaussaal wartete der Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser, Torsten Pötzsch, um die größte Stadt im Geopark vorzustellen. Die einst weltgrößte glasproduzierende Stadt, die in den letzten zwei Jahrzehnten unter dem Zusammenbruch der Glasindustrie und unter dem demografischen Wandel gelitten hat, präsentierte sich als moderne und sportliche Stadt mit Tradition, die die Geoparkambitionen auf allen Ebenen unterstützt.



Am Rande der Stadt erstreckt sich einer der größten Tagebaue auf Braunkohle in der Lausitz. Hier gab es einen weiteren Stopp mit Besuch des Kommunikations- und Naturschutzzentrums von Vattenfall, bevor die Campteilnehmer den letzten Programmpunkt des Tages ansteuerten: den Findlingspark Nochten. Die Betreiber um Dr. Hans Ulbricht hatten die international zusammengesetzte Gruppe eingeladen zu schauen, was nach dem Tagebau entstehen kann. Die Führung mit Mandy Klau brachte die Kids in verschiedene Ecken des Parkes, die alle ihren eigenen Charakter hatten und attraktiv mit den natürlichen Potenzialen der Region gestaltet worden waren. Der Findlingspark in Nochten ist europaweit einmalig.