Glasmuseum Weißwasser

Glasmuseum Weißwasser

Das Glasmuseum befindet sich in der ehemaligen Villa der Familie Gelsdorf, die in den 1990er Jahren rekonstruiert und zum Glasmuseum ausgebaut wurde. Hier hat das Glasmuseum eine ausgezeichnete Heimstatt gefunden, denn Wilhelm Gelsdorf gehörte zu den Wegbereitern der industriellen Glasherstellung in Weißwasser.

Im Jahr 1996 wurde das Glasmuseum offiziell eröffnet, nachdem bereits 1994 eine erste Ausstellung gezeigt worden war. Sein Entstehen hat es vor allem dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser e. V. zu verdanken ist.

Zu den Sammlungen des Glasmuseums gehören:

  • Lausitzer Glas des 19. und 20. Jahrhunderts

  • Glas für Wissenschaft und Technik

  • Historische Werkstätten und Werkzeuge zur Glasherstellung, -verarbeitung und –veredlung

  • Dokumente und Zeitzeugnisse zur Geschichte von Weißwasser

Ausstellungsstücke bedeutender Designer wie Prof. Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) und Friedrich Bundtzen (1910-1989) geben dem Glasmuseum seinen einzigartigen Stil.

Eine weitere Besonderheit des Glasmuseums sind die Diatretgläser – von den Römern erfunden und dann in Vergessenheit geraten. Es sind Wunder der Glasschneidekunst und gehören damit zu den kostbarsten Sammlungsstücken des Glasmuseums. Ihre Herstellung ist dem Glasschleifer und –graveur Heinz Schade gelungen, dessen berufliche Laufbahn eng mit dem Glaswerk „Bärenhütte“ in Weißwasser und dessen Nachfolge-Unternehmen verbunden ist.

Die breite Palette der Ausstellungsstücke des Glasmuseums aus den verschiedenen Zeitepochen – alle 11 ehemaligen Glaswerke sind hier vertreten – umfasst auch farbige Überfanggläser mit geätzten, meist floralen Motiven. Deren Produktion unter dem geschützten Namen "Arsall" wurde nach dem Ende des 1. Weltkrieges aufgenommen und bis 1929 fortgeführt.

Neben den Exponaten der ständigen Ausstellung vermittelt das Glasmuseum mit seinen Sonderausstellungen umfangreiches Wissen auf Glas-Spezialgebieten, zu Persönlichkeiten der Glasindustrie und Glasforschung sowie zu anderen Kunstgenres.

Das Glasmuseum Weißwasser erfreut sich wachsender Beliebtheit im In- und Ausland. Es ist das einzige Glasmuseum in Sachsen und ein wahrer Fundus für alle, die Interesse an der Geschichte der regionalen Glasindustrie haben, deren Unternehmen in bemerkenswert hoher Anzahl gerade im Gebiet des „Muskauer Faltenbogens“ entstanden waren.


Außenansicht des Glasmuseums Weißwasser, früher Gelsdorf-Villa

"Der Glaskalfaktor“ in Person von Vroni Gröschner erläutert Besuchern an der Kelchwerkstelle die Herstellung von Kelchgläsern

Schleifarbeitsplatz um 1900

Kommunikationsdaten:

Glasmuseum Weißwasser

Frau Elvira Rauch / Leiterin des Museums

Forster Str. 12

02943 Weißwasser

Tel.: 03576-204000 / Fax: 03576- 2129613

E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de oder glasmuseum-wsw@t-online.de

Internet: www.glasmuseum-weisswasser.de

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag von 8:00 bis 15:00 Uhr / Mittwoch von 8:00 bis 17:00 Uhr / Sonnabend von 13:00 bis 17:00 Uhr / Sonntag und Feiertag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Öffnung auch nach gesonderter Vereinbarung.