Themenrouten

Entlang der Flüsse können Sie dem ****Oder-Neiße-Radweg und dem ****Spree-Radweg durch eine wunderschöne Auenlandschaft folgen. Die ***Niederlausitzer Bergbautour, der ***Fürst-Pückler-Radweg und der ***Froschradweg durchqueren den Geopark auf sächsisch-brandenburgischer Seite. Die Fernradwege Leknica-Zary und Trzebiel-Jasien führen Sie durch den polnischen Geoparkteil.

Die Geoparkthementouren Glas, Geologie, Altbergbau und Jerischker Endmoräne rund um Döbern erschließen Ihnen durch zahlreiche Informationstafeln die Faltenbogenlandschaft besonders informativ und kleinteilig. Entlang des Hermannsdorfer Radweges bei Weißwasser erhalten Sie ständig Einblicke in den aktiven Braunkohletagebau Nochten mit seiner bizarren Techniklandschaft. Erst im Oktober eröffnet bietet Ihnen der auch mit dem Fahrrad befahrbare geotouristische Pfad "Alte Grube Babina" attraktive und seltene Ansichten einer herrlichen Altbergbaulandschaft mit interessanter Flora und Fauna.

Weitere Informationen und ausführlichr (Karten-)Material erhalten Sie im Geoparkbüro (siehe Kontakt)!

Zur Übersichtskarte klicken Sie bitte hier: Karte - Radtouren.jpg (420 KB)

Die Altbergbautour

... bringt die 130-jährige Bergbaugeschichte des Faltenbogens nahe. Braukohlenabbau, Förderung und Verarbeitung können entlang der Tour nachvollzogen werden. Die Groß Kölziger Heimatstube bietet umfangreiche Heimatkunde. Durch die Malxeniederung geht es zum Affengehege in Jocksdorf. In Klein Közig befindet sich die Alte Ziegelei und die vom Ziegeleibahn e.V. wieder errichtete Bahnstrecke. Das Naturschtuzgebiet Luisensee liegt am Weg nach Bohsdorf zum Strittmatter-Laden. Der Felixsee-Turm bietet weite Aussicht. Einzigartig dokumentiert ist der Altbergbau der ehemaligen „Gube Conrad“auf der Strecke zwischen Bohsdorf und Groß Kölzig. Interessant ist auch das Soll (ein Eiszeitrelikt) und der Bruch in Groß Kölzig.

Länge: 22 km, ca. 20% Straßenverlauf, gute Startpunkte: Heimatstube Klein Kölzig und Parkplatz am Felixsee in Bohsdorf


Die Geologietour

... erklärt den Zusammenhang heutiger Landschaftsformen, Bodenbildungen und Rohstoffvorkommen mit den geologischen Prozessen und Formationen im Untergrund. Der Kohlenschurf am Felixsee schließt einen Blick in das Innere eines Giesers auf. Die Tour quert den längsten Gieser im Faltenbogen (Eulenschlucht) und führt an wassergfüllten Tagesbrüchen über ehemaligem Tiefbau bei Friedrichshain vorbei. Der Finkenstein (zweitgrößter Findling im Faltenbogen) liegt am Weg zum Reuthener Gutspark. Zwischen Horlitza und Groß Düben überraschen die „Bunten Seen“: von dunklem Türkis bis zu Rostrot gefärbte Bergbaurestgewässer. Mit der Wolfshainer „Grube Julius“begann 1843 der Bergbau im Faltenbogen.

Länge: 23 km ca. 10% Straßenverlauf gute Startpunkte: Felixsee, Parkplatz am Reuthener Park und „Radlers Rast“ in Lieskau



Die Glastour

... ist eine Reise in die gläserne Geschichte des Faltenbogens, basierend auf den Rohstoffen Glassand, Holz und Braunkohle. 766 wurde die Waldglashütte Friedrichshain als erste errichtet. Es folgten Hütten in Jämlitz, Tschernitz und Döbern. Der Bergiff Einwecken stammt von den Friedrichshainern Weck-Gläsern. Die Heimatstuben in der Tschernitzer „Rote Schule“ und im ältestem Haus Döberns (heute Bibliothek) bewahren Zeugnisse der Glasindustrie, die diese Region prägte. Eine Kuriosität ist der leicht seitlich geneigte Fachwerkturm der Eichweger Kirche.

Länge: 33 km  ca. 10% Straßenverlauf guter Startpunkt: Parkplatz vor ehemaliger Glashütte Döbern



Die Jerischker Endmoräne-/Neißetaltour

... verbindet Brandenburgs größtes zusammenhängendes Waldgebiet nördlich des Faltenbogen mit dem reizvollen Neißetal. Terassenförmig scheidet sich die Neiße hier ein bis 30m tiefes Tal. Der Informationspavillon beim Jerischker Schullandheim vermittelt anhand von Modellen, Wandtafeln und Exponaten Wissen über die Entstehung des Faltenbogen sowie über Fauna und Flora. Der Lissberg und der wieder bewirtschaftete Weinberg sind Teil der Jerischker Endmoräne. Diese bogenförmige ca. 1km breite und 20m hohe Erhebung besteht aus „Eiszeitschutt“: Findlingen, Geröllen, Kiesen und Sanden. Von den am Neißehang austretenden Schichtquellen ist die „Grenzerquelle“ bei Pusack besonders ergiebig. Die Fahrt durch die Buchenwaldbestände begeistert zu jeder Jahreszeit. Beim Ziegenwirt „Zur Wolfsschlucht“ gibt es köstliches für Gaumen und Ohren. Empfehlenswert ist auch der radlerfreundliche „Glockenhof“ in Köbeln auf dem Weg nach Bad Muskau.

Länge:23 km ca. 30% Verlauf auf sehr wenig befahrenen Straßen guter Startpunkt: Schullandheim Jerischke



Der Hermansdorfer Radweg

… führt vom Stadtrand Weißwasser entlang der östlichen Tagebaugrenze zum Findlingspark Nochten. Die Glasstadt Weißwasser stand in den 1970-80igern an der Weltspitze der Glasindustrie. Das Glasmuseum liegt nahe dem Bahnhof. Stationen am Radweg, Aussichtspunkte und Rastplätze haben Informationen für Natur- und Technikinteressierte. Der europaweit einmalige Findlingspark präsentiert in verschiedenen Gartenbereichen über 3000 Eiszeitgeschiebe. In „Klein Skandinavien“ kann wie auf einer überdimensionalen Landkarte die Herkunft der Nordischen Geschiebe erkundet werden.

Länge: 13 km, nur öffentliche Radwege, guter Startpunkt: „Schwerer Berg“ in Weißwasser, Infopavillon Vattenfall Europe Mining & Generation