Deutsch-polnisches Schulprojekt im Geopark

Vom 17. - 19. April 2013 wurde bereits zum 5. Mal das deutsch-polnische Schulprojekt durchgefhrt. Unter dem Motto Vom Tertirwald zur Braunkohle forschten deutsche und polnische Schler gemeinsam im Geopark Muskauer Faltenbogen. Das diesjhrige Schulprojekt fand in Leknica statt. 13 polnische und 13 deutsche Kinder verbrachten die Tage mit ihren Lehrerinnen und Betreuerinnen im Hotel EUROPA.

17. April

Der netten Begrung durch die polnische Direktorin, Frau Marszalek, und den Brgermeister Leknicas, Herrn Kuliniak, folgte das gegenseitige Kennenlernen. Die 10- und 11-Jhrigen hatten damit die erste Hrde genommen und auf einem kleinen Rundgang durch Leknica zeigten die polnischen anschlieend den deutschen Kindern ihre Stadt. Das erste Ziel des Schulprojektes wurde dann bereits nach dem Mittagessen angesteuert: die alte Braunkohlegrube Babina. Auf dem ca. 7km langen Pfad gab es viel zu sehen und zu hren. Der polnische Geoparkfhrer Roman Sobera erluterte gemeinsam mit dem Geoparkbro die Entstehung des Faltenbogens und die Besonderheiten der Grube Babina. Gesammelt wurden Wasserproben aus verschiedenen Seen der Grube und ein Experiment verdeutlichte den Kindern, woraus der Energietrger Braunkohle entstanden ist. Ein Gelndespiel im Anschluss an die Wanderung machte die mden Geister noch einmal hellwach, bevor der Abend mit einer kleinen Freizeit, dem Abendessen, einer Kunst- und Malaktion und einer Disco beschlossen wurde.

18. April

Am Donnerstag ging es gleich frh in den Bus. Die Spuren der Sorben und des sorbischen Zauberers Krabat fhrten die Kinder in das Freilichtmuseum nach Buczyny. In dem Kleinod mit den liebevoll hergerichteten Einrichtungen konnten die Kinder das Leben der Sorben anschaulich nachvollziehen. Danach stand der Teufelsstein auf dem Plan. Nahe Trzebiel am Rande eines Waldes gelegen hinterlie der sorbische Kultstein vor allem durch seine Gre Eindruck bei den Kindern. Schlielich ist er der grte Findling im Geoparkgebiet! Am Nachmittag wurde die polnische Grundschule besucht. Hier gab es fr die deutschen Kinder viel zu staunen. Danach ging es auf den Sportplatz und als der Fuball rollte, waren die beiden Nationalitten bunt gemischt und vor allem eins: frhlich spielende Kinder!

19. April

Am letzten Tag sollte es noch einmal richtig zur Sache gehen. Die am Mittwoch gesammelten Wasserproben standen nun im Mittelpunkt der Betrachtung. Dass Wasser nicht gleich Wasser ist, erkannten die grppchenweise aufgeteilten Kinder sptestens bei der Beurteilung der Proben nach Farbe, Geruch, Schwebteilchengehalt und ph-Wert. Hier war die Spanne besonders gro, denn die extrem sauren Restgewsser der Grube Babina erreichten gerade mal den ph-Wert von Essig. Auch die Schwebteilchen wurden unter dem Aspekt der Trinkbarkeit suspekt beugt. Dass dies jedoch nicht unmglich ist, erluterten die Mitarbeiter des Geoparkbros anhand einer nachgestellten Grundwasserreinigung durch Bodenfiltration. Der mit viel Genu von den Kindern angerhrte Matsch war wie durch ein Wunder nach dem Filtern durch groben und feinen Kies in ein ansehnliches Wasser verwandelt worden. Die Geoparkmitarbeiter erklrten damit die Selbstregulierungsfunktion der Natur, die auch dann funktioniert, wenn der Mensch auf der Suche nach Rohstoffen alles auf den Kopf gestellt hat.