Internationales Geoparkcamp - Montag 30.06.

Der Montag begann mit einer Exkursion in die Drachenberge bei Krauschwitz. Die Gäste sollten auf dem Weg durch das bewegte Gelände die Landschaft in sich aufnehmen, die geologische Entstehung kennenlernen und die typische Oberflächenbeschaffenheit im Faltenbogen bestaunen. Denn hier gab es beim Durchqueren der Gieser doch einige körperliche Anstrengungen zu leisten und viele verschnauften sich unterwegs immer wieder bei einem kleinen Imbiss mit Blaubeeren, die den Wegesrand säumten. Die Menge der hier zu findenden Waldfrüchte beeindruckte insbesondere die ungarischen Teilnehmerinnen.



Der nächste Exkursionspunkt war die Waldeisenbahn in Weißwasser/O.L. Im Museumsbahnhof wurde ein kurzer geschichtlicher Abriss zur Entstehung der Waldeisenbahn gegeben, bevor alle das Gelände auf eigenen Faust erkunden durfte. Die schweren Maschinen fanden schnell ihre Anhänger, egal ob Mädchen oder Junge. Auf der Draisine durften sich die Campteilnehmer dann austoben und feststellen, dass man ganz schön viel Muskelkraft benötigt, um solch ein Gerät vorwärtszubewegen. Das ging nur mit vereinten Kräften!


Nach dem Mittagessen im Bahnhof ging es per Waldeisenbahn in Richtung Kromlau. Die Restseen der Grube Hermann säumten dekorativ den Weg und gaben Blicke auf grüne, blaue, gelbe, rote und braune Gewässer und versunkenen Baumlandschaft frei. In Kromlau führte ein kleiner Spaziergang mit Geoparkführer Detlef Nickel quer durch den Park, bevor es dann auf die für Montag letzte, aber wichtigste Etappe ging: in die Werkstätten!


Erste Werkstatt: Holzatelier Thomas Schwarz in Schleife. Die Campteilnehmer lauschten gespannt den Ausführungen des Holzkünstlers, schnupperten den Holzduft und streiften durch die geräumige Werkstatt. Thomas Schwarz überzeugte durch seine ruhige Art, die dennoch die Leidenschaft für die Arbeit mit und am Holz erkennen ließ.


Zweite Werkstatt: Malerin Agnieszka Kujawa-Bartosik im OKSIR in Leknica. Frau Kujawa hatte ihre Werkstatt im Kulturhaus der Stadt Leknica aufgeschlagen, mit inspirierendem Blick in die parkähnliche Umgebung. Die Campteilnehmer bewunderten eine große Palette an Werkzeugen und Materialien und zeigten sich von Frau Kujawas bisherigen Werken, vorgestellt am Computer, beeindruckt.


Dritte Werkstatt: Töpfermeister Horst Kamilla in Jethe. Die Töpferei abseits von großen Straßen präsentierte ländliche Idylle und eine tiefe Stille. Der Töpfermeister stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie Ton verarbeitet werden können. Die kühle Oberfläche des Tons und der typische Geruch nach feuchtem Rohmaterial ließen die Kenner unter den Campteilnehmern schwärmen...


Vierte Werkstatt: Glasatelier Hedwigshütte mit Frau Karola Noack. Die gelernte Glasschleiferin zeigte sogleich, was sie von ihrem Handwerk versteht. Mit beeindruckender Leichtigkeit schliff sie florale Muster und geometrische Formen in das kühle Glas und beeindruckte durch Präzision und ihre Begeisterung für den Werkstoff Glas.


Fünfte und letzte Station: Steinmetz Ronny Neumann. Der Steinmetz und seine Gehülfin Gerlind Alius warteten in traditioneller Kluft auf die Campteilnehmer. Lebensart und -philosophie der früheren Zeiten durchströmten die Campteilnehmer bei ihrem Anblick. Die Herausforderung, einen Stein zu bearbeiten und ihm etwas gestalterisches zu entlocken, übten einen großen Reiz auf die Jugendlichen und ihre Betreuer aus, so dass sich viele sofort ausprobierten.


Am Abend stand nun die Entscheidung an: wer würde sich in welchem Workshop eintragen?

Wer würde DEIN Favorit sein?