Der Muskauer Faltenbogen

MUSKAUER FALTENBOGEN

Er ist eine der landschaftlich am schönsten ausgebildesten und besten untersuchte Stauchendmoränen im nordmitteleuropäischen Gebiet der quartärzeitlichen Vereisungen und vor ca. 450 000 Jahren entstanden. Im Jahre 1928 bezeichneten die Geologen der Preußischen Geologischen Landesanstalt dieses "Moränenamphitheater" erstmals als "Muskauer Faltenbogen". Er gilt in der geologischen Fachliteratur als eine der weltweit wesentlichen Beispiele glazialtektonischer Großdeformation.

Seine Ausdehnung erstreckt sich im Hinterland des Bahrener Beckens mit ca 24 ha.über den Freistaat Sachsen, der Wojewodschaft Lebuser Land (Polen) und dem Land Brandenburg (Landkreis Spree-Neiße).

Charakteristisch für den Geopark Muskauer Faltenbogen sind sogenannte Gieser (parallele Senken), Tagebaurestgewässer, Tiefbaubruchfelder, wo Braunkohle durch Gletscherstauchung an die Erdoberfläche gepreßt wurde, Quellen im Neißegebiet, Findlinge sowie Moore (Torf).

Touristisch bietet der Geopark Muskauer Faltenbogen u.a. vier ausgebaute Radwandertouren im Landkreis Spree-Neiße, den Aussichtsturm am Felixsee, das Infozentrum Jerischke (Brandenburg), den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, den Kromlauer Park sowie das Handwerk- und Gewerbemuseum Sagar (Sachsen).