Geologie und landschaftliche Entwicklung

Kaltzeiten und Warmzeiten

In den letzen 500 000 Jahren hat Mitteleuropa drei große Kaltzeiten und drei große Warmzeiten erlebt. Gegenwärtig, d. h. seit etwa 10 000 Jahren leben wir in einer Warmzeit (Holozän). Die Kaltzeiten waren teilweise, nicht immer, auch Eiszeiten. Eiszeiten waren sie, wenn im Norden Europas die winterlichen Niederschläge (Schnee) so reichlich waren, daß bei niedrigen Sommertemperaturen diese nicht vollständig abtauen konnten. Aus dem „Restschnee" bildete sich Eis, das bald als riesige Inlandeismasse große Landflächen bedeckte. Während des 2. Vorstoßes des Elster-Eises entstand der Muskauer Faltenbogen. Vor etwa 450 000 Jahren erreichte eine im Verhältnis zur Inlandeismasse der Elster-Eiszeit kleine Eiszunge, etwa 20 km breit, 20 km lang und 500 m mächtig, das Gebiet des heutigen Faltenbogens. Die Eismasse übte auf ihren Untergrund einen so starken Druck aus, daß er „nachgab" und sich verformte. Die Geologen sagen „das Eis stauchte den Untergrund".