Wir über uns

Erste Überlegungen, das eiszeitliche Gebilde des Muskauer Faltenbogens zu bewahren und touristisch zu entwickeln, gab es bereits Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Seitdem suchten die Akteure nach einer für diesen Zweck geeigneten Möglichkeit, die der Region eine Identität und eine Zukunft geben sollte. Wegweisende kommunalpolitische Gepräche und Beschlüsse sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite datieren aus dem Jahr 1998. Die Öffentlichkeitsarbeit begann 1999 mit Publikationen, Fachtagungen und Exkursionen in das Gebiet des Muskauer Faltenbogens, um interessierten Menschen, Geologen, Biologen etc. die einzigartige Kulturlandschaft vorzustellen.

Die konkrete Planung und Vorbereitung als Geoparkprojekt begann mit der Bestätigung als Projekt der Internationalen Bauaussstellung (IBA) „Fürst-Pückler-Land". Nunmehr konnten eine breite Öffentlichkeit erreicht und wissenschaftliche Gutachten finanziert werden. Wichtige Einzelprojekte wurden auf den Weg gebracht, wie bspw. die Errichtung einer Skelettkopie des Mammut von Klinge in Forst, der Ausbau touristischer Radwanderwege auf brandenburgischer Seite (Landkreis Spree-Neiße) und die öffentlichkeitswirksame Aufbereitung der wissenschaftlichen Inhalte in Form von Flyern, Broschüren oder Informationstafeln an den Radwanderwegen. 2004 wurden als wichtige Meilensteine das Informationszentrum in Jerischke eröffnet und der 36m hohe Aussichtsturm am Felixsee eingeweiht. Im selben Jahr gründete sich der deutsche, 2005 der polnische Förderverein.

Im Jahr 2006 erfolgte die Anerkennung als Nationales Geotop und die Zertifizierung als „Nationaler GeoPark Deutschland" durch die Alfred-Wegener-Stiftung als ein wichtiger Schritt zur Anerkennung als Europäischer und Globaler Geopark. 

In der 10. Europäischen Geopark-Konferenz in Norwegen im September 2011 wird der deutsch-polnische Geopark "Muskauer Faltenbogen"  in das Europäische Geopark-Netzwerk aufgenommen. Damit ist er zugleich der sechste "Globale Geopark" aus Deutschland.

Am 01. August 2012 eröffnet die Geschäftsstelle des Geoparkes Muskauer Faltenbogen in Döbern ihre Pforten. Drei Mitarbeiterinnen engagieren sich seitdem für die Belange des Geoparkes, initiieren und setzen zahlreiche Einzelprojekte um, bauen den Bereich der Umweltbildung stärker aus und betreuen  Gäste in und außerhalb der Region mit Marketingmaßnahmen und Produktentwicklungen.